Epil? Oder wie heißt der Kerl? Silke und die Werbung

Wollüstige Nachtcreme

Werbung im Fernsehen ist heute mehr als normal und manches geht ins Ohr und manches etwas mehr. Tages- und Nachtcreme for Man. Die Pflegecremes und Wässerchen, die es seit Jahrtausenden gibt, waren doch bisher auch nicht unbedingt mit „nur für Damen“ ausgezeichnet.
Was also ist jetzt anders? Sind da neue Hormone drin, damit die Männer brünstig werden und somit scharf auf die Creme? Ein nettes Bild:
Mann geht zu DM um sich ein neues Deo oder Parfum zu kaufen. Er schlendert durch den Laden und plötzlich hört er eine lüsterne Stimme “ Hier bin ich, nimm mich … jetzt!“
Mann sieht sich um, sieht aber Niemanden. Mann meint sich zu irren und geht weiter. Mann kommt an dem Regal wo die Tiegel und Tõppfchen for Woman stehen. Stehen sollten. Standen sie aber nicht, zumindest nicht die für Damen. In dem Regal hüpften die Cremes auf und nieder und alle riefen durcheinander. Und jede Stimme klang verruchter als die andere.“Nimm mich. Nimm mich. Jetzt.“ Tja, so kann man auch eine neue Zielgruppe rekrutieren. Mann ist also damit beschäftigt sich zentnerweise Creme ins Gesicht zu schmieren und kann von daher von den merkwürdigen Vorgängen auf der Strasse nichts mitbekommen. Es kommt neuerdings immer zu mysteriõsen Zusammenstössen unter Fussgãngern.
Und es wurden immer mehr. Urplötzlich und ohne ersichtlichen Grund blieben Menschen stehen und die Nachkommenden liefen auf den Vorgãnger auf.
Sorry, auf die Vorgängerinnen. Denn es waren ausnahmslos Frauen die da plötzlich stehen blieben.

Ich hab die Haare schön…

Eine von ihnen ist Silke Pil.  Aber was macht Silke Pil?
Nun, sie trifft Nonstop With und pilt mit Silk. Hä?
Silke bleibt also plõtzlich stehen, greift in ihre Tasche, hebt ihren Rock und geht dann weiter. Zehn Schritte weiter stößt sie collosal mit Tamara Mascara zusammen.
Auch diese hebt ihr Röckchen, schaut kurz nach unten und geht weiter.
Was ist passiert?
„Jede“ Frau sollte heute ihren kleinen Freund Epil ständig dabei haben, wird uns in der Werbung verklickert.
Warum?
Weil so ein idiotischer Werbefuzzi den Damen weis machen will, das eventuell der junge Mann, der gerade 500 m weiter um die Hausecke biegt, in etwa 5 Sekunden total angewidert den Kopf dreht und schnurstracks die Richtung ändert.
??? Na, weil er sich von dem halben Millimeter Haar an ihrem Bein, das sie heute morgen bei der Rasur übersehen hat, total angegeekelt fühlt.
Da entstehen Bilder im Kopf und weitere Werbeideen.
Wie wäre es denn, wenn sich Jemand auch noch tolle Schamhaar-Frisuren einfallen läßt?
Ach, gibt es schon?

Die haben die Birne leer…

Nun ja, aber man könnte das Bruttosozialprodukt in der Autobranche steigern.
Wie?
Na, irgendjemand muss nur den Damen erzählen, das ein bei der Rasur vergessenes Schamhaar unterwegs anfängt zu stinken und sich die Straßen schlagartig leeren und den Damen der Eintritt in die Geschäfte verwehrt wird.
Und schon tragen die Damen keinen Slip mehr, damit sie unterwegs unkompliziert Resthaar an der Muschi entfernen können.
Die Männerwelt und die KFZ-Werkstätten werden begeistert sein.
Ob das auch die Krankenhäuser bei steigender Unfallzahlen sind, ist höchst zweifelhaft.
Junge, Junge … die Gesellschaft wird verblödet – mit Werbung.
:-(( Eva Siebenherz

Leute gibt`s, die gibt es gar nicht (Satire)

Menschen und Leute

Ehhhh! Ich sag`s Euch!
Leute gibt`s, die gibt es garnicht.
Ihr werdet jetzt bestimmt auch denken, dass ich sehr merkwürdige Nachbarn habe. Erst Herr Kubitsch und jetzt Agathe Wimmerzahn?
Ich gebe euch unbedingt recht.
Also. Heute morgen begegnete mir Frau Agathe Wimmerzahn (ich muss mich immer zusammenreißen wegen des Namens, hahaha) im Hausflur.
Sehr dunkel gekleidet, mit schwarzem Kopftuch und immenser Leidensmiene. Ganz behutsam fragte ich, ob es einen Trauerfall in der Familie gegeben hätte. „Nein, noch nicht, Frau Hummel. Aber bald. Mein Mann liegt im Sterben. Er hatte einen sehr schweren Herzanfall, von dem er sich nicht erholen wird – sagen die Ärzte“. Ich versuchte sie ein bißchen zu trösten und dann ging Jede seines Wegs.
Zwei Tage später. Beim Frühstück schaue ich immer aus dem Küchenfenster.
Und erstarrte. Wen sehe ich da?
Herrn Wimmerzahn nebst seiner Agathe beim Frühsport!!! Ich dacht mich knutsch ein Elch!
Wenn der Mann im Sterben liegt, heiße ich ab morgen Donald Duck. Ich sah Agathe Wimmerzahn zur Haustür joggen und ich raste mit einem Affenzahn zu meiner Wohnungstür.
Unterwegs schnappte ich mir noch mit viel Gepolter Eimer und Wischmop, damit das Ganze etwas harmloser aussah und nicht gleich meine weibliche Neugier verriet.

Weibliche Neugierde

*Neugier – meine Name ist Weib* . Agathe tänzelte die Treppe hoch und ich fragte sie ganz scheinheilig, ob ich Halluzinationen hätte oder ob das, unten im Hof, ihr sterbenskranker Gatterich gewesen wäre.
Hätte ich mir das bloß verkniffen! Ich bekam eine Litanei zu hören, über unfähige Ärzte im Allgemeinen und boshafte Oberärzte im Besonderen! Nach ein paar Minuten schaltete ich auf Durchzug und stieß den Wischeimer *aus Versehen* um.
Etwa eine Woche später spazierte Gunhilde Wimmerzahn, die Tochter, mit einem dicken Verband um Finger und Handgelenk durchs Haus und erzählte Jedem, ob er es hören wollte oder nicht, dass sie sich in der Fleischerei, wo sie lernt, den halben Finger abgeschnitten hätte.
Ich verdrehte die Augen und flüchtete. Später erfuhr ich, dass es nur ein ganz, ganz kleines Stückchen von der Fingerkuppe gewesen ist.
Oh Mann! Lauter Hypochonder, aufmerksamkeitssyndrombehaftete Weiber und unbelehrbare Machos im Haus.
Ich glaube, dass ich mir ne neue Wohnung suchen sollte.

Eure etwas *genervte* Eva Siebenherz